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Ich bevorzuge meine Organisten, bin aber auch gerne bereit, mit Ihrem professionellen Organisten zu spielen.

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Einstimmung in den Advent

Kurt Maria Staubli und Kurt Pius Koller in der Stadtkirche Wil

Der Titel des Abends - «Das Rentier mit der roten Nase» - deutete es schon im Voraus an: der jüngste «Toccata»­Abend war nichts für Kirchenmusik-Puristen, wohl aber etwas für alle, die gute Unterhaltung schätzen.

CHRISTOF LAMPART

Kurt Maria Staubli war den hiesigen Konzertbesucherinnen und -besuchern schon als Panflötist bekannt, während Kurt Pius Koller vor allem als Dirigent und nicht als Organist vielen in Erinnerung war. Und doch war es nicht der erste gemeinsame Auftritt in dieser «Formation»: die Vertrautheit der beiden Musiker war das ganze Konzert über spürbar. Ergänzt wurde das Duo bei einigen Stücken durch Kurt Pius Kollers Sohn Sebastian mit Cembalo und Perkussion.

Freudvolles Programm

Der Auftakt wurde mit dem spritzigen «Rudolf The Red-Nosed Reindeer» gemacht, dem Stück, das nicht nur diesem Abend den Namen gab, sondern auch ein Versprechen darstellte: Das Adventskonzert sollte nicht nur die symbolischen Himmelspforten öffnen, sondern auch die Herzen der Zuhörer weiten. Und das tat das Trio gekonnt.

Leicht und locker ging es weiter mit Weisen aus den USA wie «The Little Drummer Boy» oder «Jingle Bells». Kaum hatte man sich an den «Kaufhaus-Sound» im Kirchen-Schiff gewöhnt, begeisterte Koller mit tollen Jazz-Inspiratio­nen über den afro-amerikanischen Spiritual «Go Tell It On The Mountain», welcher gut zum Adventskonzert passte - schliesslich erzählt dieser Song von der Geburt des Heilands.

Abseits des Mainstreams

Angefangen bei den Variationen von Benno Ammann über die bekannte volkstümliche, böhmische Melodie «Kommet, ihr Hirten», ging es sodann besinnlicher weiter. Kurt Maria Staublis Spiel gab gekonnt das typisch «pastorale» und die «tänzerische» Freude, die diesem Werk inne wohnt, wieder.

Nach der «Adoration» von Josef Haessig folgte ein Teil, der Rumänien gewidmet war. Insgesamt wurden vier Lieder aufgeführt. Es war schön zu hören, wie anderswo an Weihnachten gesungen wird. Da erklangen Lieder mit Titeln wie «Vine seara lui Craciun» von Gheorghe Cucu, die hier keiner kannte und somit unbefangen genössen werden konnten.

Mit der ebenso rasanten wie effektvollen «Petersburger Schlittenfahrt» von Richard Eilenberg wurde der letzte Teil eingeleitet. Dessen Höhepunkt stellte die «Kleine Böhmische Weihnachtssuite» von Werner Baumgartner dar. Das Werk besteht aus einfachen, eingängigen Melodien und bildete einen wohltuenden Kontrast zu der vorhergehenden Hektik der Schlittenfahrt.

Titelstück als Zugabe

Fast nahtlos folgte der Übergang zur «Introduktion und Romanze» über «Stille Nacht», beide Stücke von Baumgartner komponiert. Die zwei Werke verdienten es, des Öfteren aufgeführt zu werden. Die «Einstimmung in den Advent» schloss mit «Christ der Herr kam in die Welt» von Ignaz Josef Linek.

Das Auditorium spendete den Künstlern einen tosenden Applaus und bekam dafür noch einmal das Eingangsstück von Rudolf mit der roten Nase als Zugabe zu hören.

 

 

Die drei Musiker konnten das Publikum in allen Teilen begeistern.
 
Die erste Kerze brennt: Die Einstimmung in den Advent geschah im Triangel auf melodische Art.

Mit Orgel und Panflöte in den Advent
Panflötist Kurt Maria Staubli und Organist Stephan Giger am Zuzwiler Adventskonzert

29.11.2005, Christoph Oklé (aus www.infowilplus.ch)

Die Konzerte zu Adventsbeginn haben in Zuzwil eine lange Tradition. Nicht Barockes stand auf dem Programm des diesjährigen Zuzwiler Adventkonzerts, sondern schwerpunktmässig rumänische Weisen und einige moderne westliche Kompositionen.

Und wie beliebt die vom evangelischem Kirchkreis Zuzwil – Züberwangen – Weieren und von den katholischen Kirchgemeinden Zuzwil und Züberwangen organisierten Adventkonzert nach wie vor sind, zeigte sich an der grossen Zahl von Besuchern am Abend des ersten Adventssonntags im evangelischen Begegnungszentrum „Triangel“ in Zuzwil.

Einen besonderen Beitrag leistete die katholische Pfarr- und Kirchgemeinde Wil, indem sie die Orgel der Kapelle auf dem Gertensberg zur Verfügung gestellt hatte.

Traditionelles aus Rumänien
Es war kein Konzert der herkömmlichen Art. Keine Kompositionen von Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel gelangten zur Aufführung. Nicht Barockwerke mit Grossorgel und Blechbläsern gelangten zur Aufführung, sondern grösstenteilt traditionelle Weisen aus Rumänien. Dies kam nicht von ungefähr, denn Kurt Maria Staubli musizierte auf der Panflöte, einfühlsam begleitet auf der Orgel von Stephan Giger, Organist an der evangelischen Kreuzkirche Wil. So waren es nicht alt bekannte und vertraute Melodien, mit denen die Zuhörerinnen und Zuhörer konfrontiert waren.

Zu Beginn des Konzerts lud das Duo das Publikum symbolisch auf eine musikalische Fahrt durch Rumänien ein, gefolgt von einer Suite aus Transsylvanien, bestehend aus einem etwas wehmütige Lied gefolgt von einem Tanz im 7/8-Takt und einem Ceardas aus Klausenburg. Während des besinnlichen Stücks „Inima“, einer Komposition von Gheorge Zamfir, konnte man in sich hineinhören, was einem die eigene Seele zu erzählen hat. Doch dann wurde es wieder fröhlich unbeschwert mit einem Lied aus Muntenien, einem Gebiet im Süden Rumäniens um die Hauptstadt Bukarest.

Modernes Angelsächsisches
Doch auch modern und traditionell Westliches fehlte nicht im abwechslungsreichen Programm. So spielte Stephan Giger das Orgelsolo „Battle Capers“ der 1946 geborenen englischen Komponistin Rosalie Bonighton, ein richtiges „Fun Piece“. Darin verarbeite sind auf vergnügliche Weise das bekannte „Glory, Glory, Halleluja, und auch Grieg, Strauss und Schubert kommen darin zum Wort.

Zu „Rayonnement d’une vie“ des französischen Panflötisten Jean-Claude Mara konnte die Umgebung des eigenen Lebens erkundet werden.

In einem weiteren Orgelsolo, der Weihnachtssuite des amerikanischen Organisten Charles Callahan sind in vier abwechslungsreichen Sätzen acht Weihnachtsmelodien wie etwa „Vom Himmel hoch“, Stille Nacht“, „Adeste Fidelis“ und andere eingearbeitet sind.

Dank der kurzfristigen Zusage von Mathias Kappeler wurde in einem Stück auch als Trio musiziert. Der junge Zuzwiler Tambour ermöglichte die Aufführung des „Kleinen Trommlerknaben“



 
Stephan Giger beim Registrieren der Gertensberg-Orgel.
 
Panflötist Kurt Maria Staubli bei seinem Auftritt.


 
Der “kleine” Trommlerknabe Mathias Kappeler leistete einen besonderen Beitrag.

 

 

Wiler Zeitung vom 1. Februar 2005
 

Spritzig und majestätisch

Im Baronenhaus-Zyklus begegneten sich Panflöte und Orgel in der Klosterkirche St. Katharina

Das Programm bestand vorwiegend aus rumänischer Volksmusik. Kurt Pius Koller sorgte an der Orgel für das Fundament, während Kurt Maria Staubli mit der Panflöte gleichsam die Singstimme übernahm.

HEINZ KUNZ

In Wil sind die beiden Solisten bestens bekannt, Kurt Maria Staubli als langjähriger Lehrer an der Schule St. Katharina, Kurt Pius Koller als Schul- und Kirchenmusiker, der im Jahre 2003 mit dem Kulturpreis der Stadt Wil ausgezeichnet wurde. Die Wahl rumänischer Musik für das Baronenhauskonzert vom vergangenen Sonntag ist Staubli zu verdanken; er hatte sich in Rumänien inspirieren und ausbilden lassen. Und da man sich für die Orgel als zweites Instrument entschied, musste das Konzert in eine Kirche verlegt werden. Die mit vielen Kerzen erleuchtete Klosterkirche St. Katharina bot einen würdigen und akustisch ansprechenden Rahmen.


Harmonisch:
Kurt Maria Staubli (Panflöte) und Kurt Pius Koller (Orgel).

Grosse und kleine Pfeifen
Während einer guten Stunde wurden die Zuhörer - die Kirche war voll - von den beiden Solisten mit einem besonderen Ohrenschmaus verwöhnt. Im Hintergrund bereiteten die grossen Pfeifen des majestätischen Kircheninstrumentes den Boden
für die Kapriolen der kleinen, spritzigen Schwester. Man durfte der eigenen Fantasie beim Zuhören freien Lauf lassen, ja man wurde in der Programmbeschreibung gar dazu aufgefordert. Mal sah man die Pferde galoppieren, mal die rumänischen Frauen in ihren Trachten tanzen, ein andermal hörte man die Vögel zwitschern. Das Instrument mit den kleinen Pfeifen vollführte nicht nur Luftsprünge, es konnte sich auch sehr bedächtig, ruhig, einfühlsam und traurig geben. So etwa in Balladen oder Liebesliedern.

Ungewohnte Orgel-Soli
Kurt Maria Staubli und Kurt Pius Koller beeindruckten durch ihre Harmonie. Sie meisterten auch schwierige Rhythmuswechsel, horrende Tempi und Zigeunertonarten bravourös. Fast jedes Mal, wenn Staubli sein Instrument beiseite legte, folgte lange anhaltender Applaus. Kurt Pius Koller, der mehrheitlich für die Begleitung sorgte, erhielt verdienten Beifall für seine Soli mit für die Orgel ungewohnter Musik: Black and White Rag von George Botsford und Appenzeller Tänze von Hans Dörig.

Gretli und Erwin Steiner dankten den Solisten nach dem Schlussapplaus für eine Zugabe mit je einer Flasche gebrannten rumänischen Wassers für das eindrückliche Konzert. Sie verliehen der Hoffnung Ausdruck, dass die beiden Musiker der Stadt Wil weitere kulturelle Höhepunkte bescheren werden.